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Kurve kriegen

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Kurve kriegen
Frühe Hilfe statt späte Härte lautet die Devise gegen Kinder- und Jugendkriminalität

Wenn schon Kinder im Alter von acht Jahren Straftaten begehen und ihre Taten sich mit zunehmendem Alter häufen oder schwerwiegender werden, droht ein junger Mensch zum Intensivtäter zu werden.
Falls sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen und nicht mehr rechtzeitig die Kurve kriegen, können diese jungen Menschen leicht dauerhaft auf die „schiefe Bahn“ geraten.

Um dies frühzeitig zu verhindern, nimmt die Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis seit dem  01.11.2011 als eine von acht Modellregionen an der bundesweit einmaligen Initiative „Kurve kriegen“ der NRW-Polizei teil.
Die Initiative ist hier im Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz angesiedelt, Ansprechpartnerin ist Kriminalhauptkommissarin Susanne Springer.

Fällt ein Kind ab acht Jahren bei der Polizei innerhalb der letzten 12 Monate wegen einer Gewalttat oder drei schwereren Eigentumsdelikten auf,  prüft die Polizei, ob weitere Aspekte im Umfeld des Kindes zukünftig ein dauerhaftes Abgleiten in die Kriminalität wahrscheinlich machen können. Wird diese Gefährdung festgestellt, tritt  die Polizei an die Eltern der Kinder heran und stellt die Initiative „Kurve kriegen“ vor.
Die Teilnahme ist für Kinder und Eltern kostenlos und freiwillig.

Wenn die Eltern sich einverstanden erklären, sucht eine pädagogische Fachkraft die Familien auf und beginnt mit der Arbeit.
 Im Rhein-Erft-Kreis arbeitet die Polizei mit dem freien Träger KONTRAST Jugendhilfe zusammen, deren Sozialpädagogen Ralf Zentis, Aileen Müller und Kathi Schroeder sich mit den Jugendämtern abstimmen, ein Bedarfsprofil für die Kinder erstellen und die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren in einem Netzwerk koordinieren.
 Die Einleitung der pädagogischen Maßnahmen orientiert sich immer individuell am Bedarf der Teilnehmer. Hierbei wird der systemische Ansatz verfolgt und das gesamte Umfeld der Teilnehmer mit einbezogen. Entsprechend sind verschiedene freie Träger mit bedarfsorientierten pädagogischen Angeboten betraut (Coolnesstraining, Erlebnispädagogik, Elternberatung, Sozialkompetenztraining et cetera). In regelmäßigen Abständen finden dann mit allen beteiligten Teams pädagogische Fallkonferenzen mit konkreten Zielvereinbarungen im Einzelfall statt. Hierbei wird der Sozialdatenschutz strikt eingehalten. Es findet bezüglich der pädagogischen Unterstützung kein Datenrücklauf an die Polizei statt.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ganz wichtig. Ihnen werden im Rahmen von „Kurve kriegen“ verschiedene Arten der Unterstützung angeboten

Die Initiative „Kurve kriegen“ mit ihren Angeboten ist zunächst auf zwei Jahre angelegt, um auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nachhaltig wirken zu können.

 

 

Ansprechpartnerin:

Susanne Springer, Telefon: 02233 52-4815

 

Hier geht es zur Landesseite "Kurve kriegen"